2 Weltneuheiten im Science Tower

22. September 2017

 

Der 60 Meter hohe Science Tower der SFL technologies strahlt als Leuchtturm der Smart City Graz mit wegweisenden grünen Technologien international aus: Bei der Fassade kommen weltweit erstmals großflächig Energiegläser mit Grätzelzellen und Dünnglas „made in Styria“ zum Einsatz. Ein fahrbarer PV-Sonnenschutz zeigt im „Sonnen-Uhrturm“ die Zeit an und liefert mit dem SFL energygrid 100% Sonnenenergie für Strom und Wärme. In diesem Leuchtturm entwickeln ab nun zahlreiche Partner des Green Tech Clusters auf 14 Etagen neue Technologien.


 

Zahlreiche Ehrengäste nutzten bei der Eröffnung des Science Towers die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen dieses Hightech-Gebäudes zu werfen. Der 60 Meter hohe und rund 16 Millionen Euro teure Science Tower ist als „Living Lab“ ausgelegt und dient damit als Träger für neue Technologien, die die Richtung für zukunftsfähiges und urbanes Bauen vorgeben. „Der Science Tower ist nicht nur ein Bauwerk“, betont Mario J. Müller (SFL CTO) „er ist eine Botschaft für eine lebenswerte, urbane Zukunft – mit disruptiven Lösungen wie dem  Energieglas  mit  Grätzelzellen,  aber  auch  Synergiequelle  für  Wissenschaft,  Technik  und  Wirtschaft.“ Bauherr Hans Höllwart ergänzt: „Die Digitalisierung, der Klimawandel finden statt, ob wir es wollen oder nicht. Damit aber auch die Änderung der Arbeit, der sozialen Strukturen, so wie wir es gewohnt sind. Dieses Haus soll Keimzelle und der Start unseres Beitrages zur Bewältigung der großen Herausforderungen aus Digitalisierung und Klimawandel sein.“

 

Energieglas – die nächste Generation der Photovoltaik

Die Außenfassade des Science Towers besteht aus transparenten Energiegläsern mit Grätzel-Technologie. Die Energiegläser werden von der SFL in der Steiermark und ihrem Tochterunternehmen h.glass in der Schweiz erstmals industriell für den großflächigen Einsatz in der Fassade gefertigt. Das Energieglas nutzt das bionisches Vorbild der pflanzlichen Photosynthese, ist damit dreimal so effizient im Schwachlichtbereich wie konventionelle PV und kann als weltweit erstes, transparentes System Licht von beiden Seiten ernten und dezentral elektrische Energie bereitstellen.

 

Der neue Sonnen-Uhrturm

Ein besonderes technisches Highlight ist auch ein fahrbarer Sonnenschutz aus Ultraleicht-Photovoltaikmodulen in der Fassade, der den Turm in 24 Stunden einmal umrundet. Dieser liefert optimalen Stromertrag, schattet die Büroräume ab und zeigt auch gleich einer Sonnenuhr die Zeit. In Kombination mit der solaren Großanlage in Stallhofen (SFL energrid), Wärmespeicher unter dem Gebäude und Wärmepumpen kann der Energiebedarf des Turmes zu 100% mit Sonnenenergie gedeckt werden.

 

Erstmals Dünnglas in der Fassade

Eine weitere Neuheit ist der Einsatz von SFL Ionic Glass®, einem speziellen Dünnglas im Großformat, im Kleinen bekannt von Smartphones und Tabletcomputern. Produziert wird SFL Ionic Glass® im SFL- Glastechnologiezentrum in St. Marein – Dünnglas, von weniger als 3 mm Dicke, wird in flüssigem Salz bei 450 °C ionisch vorgespannt und erlaubt als neues Glas-Produkt neue architektonische Lösungen und spart bis zu zwei Drittel der Ressourcen gegenüber herkömmlichen Gläsern ein.

 

Mit intelligenten Technologien in die Zukunft

Elektronutzfahrzeuge wie die ELI der SFL können direkt am und durch den Turm als mobile Energiespeicher aufgeladen werden. ELI hat als erstes österreichisches Elektronutzfahrzeug die europäische Straßenzulassung erhalten und wird seit Kurzem in Stallhofen in Serie gefertigt. Abgerundet wird der High-Tech-Turm von einer Aussichtsplattform mit einem Smart Urban Gardening Bereich mit 300 m2  Nutzfläche. Dort kann, dank des eigenem Mikroklimas frisches Obst und Gemüse in luftiger Höhe geerntet werden.

 

Hier wachsen die grünen Innovationen von morgen

Auf den 4500 m2 Bruttogeschossfläche entwickelt die geballte Ladung an grünen Innovatoren aus dem Bereich Wissenschaft und Wirtschaft: renommierte Forschungseinrichtungen wie JOANNEUM RESEARCH, TU Graz, FH Joanneum und die Außenstelle der ESA (European Space Agency) als auch wirtschaftliche Partner wie der Green Tech Cluster, Start-Ups und die Rocket Holding. Der Science Tower ist Teil des vom Klima- und Energiefonds geförderten Projektes „Smart City Graz“. Darüber freut sich insbesondere Bundesminister Jörg Leichtfried: „Der Science Tower ist ein Meisterwerk österreichischer Ingenieurskunst. Er vereint intelligente Gebäudetechnologien und moderne Umwelttechnik, bei der unsere heimischen Betriebe zu den besten der Welt  gehören.  Der  Science  Tower  ist  im  wahrsten  Sinn  des  Wortes  ein  Leuchtturm,  der  weit  über  die steirischen Grenzen hinaus strahlt.

Der Science Tower zeigt eindrucksvoll, dass sich Investitionen in Forschung und Entwicklung bezahlt machen. „Mit einer F&E-Quote von 5,16 % ist unser Land Innovationseuropameister. Das schafft wertvolle Arbeit für die Steiermark“, zeigt sich Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer über die steirische Vorreiterrolle erfreut. „Der Science Tower ist ein sichtbares Symbol für die hervorragende Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in der Steiermark und zeigt einmal mehr, wie viele zukunftsweisende Technologien, Produkte und Dienstleistungen hier entwickelt werden“, betont Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Auch Bürgermeister Siegfried Nagl ist stolz auf den Zuwachs: „Heute hat die Stadt Graz ein weiteres Wahrzeichen bekommen. Wir werden im Science Tower ´Green Tech Spaces´ für Start-Ups anbieten“.

 

Massachusetts ist begeistert

Zahlreiche internationale Delegationen haben den Science Tower bereits vorab besucht und sich von dem Konzept inspirieren lassen. Gäste rund um das renommierte MIT (Massachusetts Institute of Technology) zeigten sich von den Technologien besonders angetan und überlegen das Konzept in den USA zu nutzen. Damit strahlt das steirische Original schon jetzt international aus.

Der Science Tower Graz ist ein zentraler Teil des Umsetzungsprojektes „Smart City Graz“, die durch den Klima – und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) mit bis zu 4,2 Mio. Euro im Rahmen seiner  Smart-Cities-Initiative gefördert wird.

www.smartcities.at und  www.klimafonds.gv.at

 

Kontakt

Dr. Mario J. Müller
SFL technologies
+43 50 3141
mueller.mario[at]sfl-technologies.com

 

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