„Aus Müll mach Geld“ – Neues Projekt

31. Oktober 2012

 

Aus Müll mache Geld – dieses ehrgeizige Unterfangen geht jetzt das Land Steiermark mit einem neuen Projekt an. Und zwar solln aus Mülldeponien sogenannte Sekundärrohstoffe und Energieträger rückgewonnen und dann genutzt werden. Das Lebensressort des Landes hat in einem ersten Schritt den Umweltcluster Eco World Styria und die Montanuni Leoben beauftragt, entsprechende Machbarkeitsstudien zu erstellen. […]


 

Aus Müll mache Geld – dieses ehrgeizige Unterfangen geht jetzt das Land Steiermark mit einem neuen Projekt an. Und zwar solln aus Mülldeponien sogenannte Sekundärrohstoffe und Energieträger rückgewonnen und dann genutzt werden. Das Lebensressort des Landes hat in einem ersten Schritt den Umweltcluster Eco World Styria und die Montanuni Leoben beauftragt, entsprechende Machbarkeitsstudien zu erstellen.

Hannes Kargel (ORF) berichtet:
Auf den steirischen Mülldeponien wurden in den letzten 50 Jahren rund 32 Milliarden Kilogramm Müll abgelagert. Dafür stehen rund 150 Deponien und knapp 400 Altstofflager zur Verfügung. Dieser Müll soll, geht es nach Landesrat Johann Seitinger, in die Zukunft als Rohstofflager genutzt werden. Dabei geht es vor allem um wertvolle Rühstoffe wie Metalle oder auch thermische Energieträger.

Johann Seitinger (ÖVP)
Wir haben noch ungefähr für elf Jahre ein Deponievolumen in der Steiermark, jeder von uns weiß, was das heißt, eine neue Deponie auszuweisen, das heißt, der nachhaltige Umgang mit den Deponien und die nachhaltige Sorge um diese Deponien ist ebenso wichtig wie der Wert, der in den Deponien liegt. Den wir natürlich schöpfen wollen, den wir für thermische, aber auch stoffliche Verwertung zu wollen.

Hannes Kargel (ORF) berichtet:
Für den technisch und wirtschaftlich sinnvollen Rückbau wird eine Deponiegröße von zirka 100 000 Kubikmeter angenommen. Das heißt, in der Steiermark würden rund 40 Deponien in Frage kommen. Für Wilhelm Himmel vom Referat für Nachhaltigkeit im Land ist die Steiermark für dieses Projekt geradezu prädestiniert.

Wilhelm Himmel (Amt der Steiermärkischen Landesregierung)
Wir haben sehr viele Unternehmen in der Steiermark, Technologieführer, die hier in der Lage sind, im Bereich der Sortiertechnik ihr Know-How zur Anwendung zu bringen und wo wir international hier einen ganz großen Markt vorfinden. Zum anderen ist das natürlich Deponievolumen immer noch verbrauchen und die Deponieressource ja endlich ist, das heißt also – und das Auffinden von neuen Deponiestandorten ist nicht gerade so quasi eine Kleinigkeit und auch nicht leicht umzusetzen.

Kargl Hannes (ORF)
Mit dem Projekt Landfill Mining wird also versucht, aus einem ökonomischen Problem eine große ökonomische Chance zu nutzen. Neben dem steirischen Umweltcluster Eco World Styria und der Montanuni Leoben wird auch die Technische Universität Graz an diesem Projekt mitarbeiten.

Quelle: Radio Steiermark-Journal 12:30, 29.10.2012

 

Weitere News zu diesem Thema

Nachlese: Green Tech Innovators Club

Rund 110 Expertinnen und Experten aus allen Branchen folgten am 8. Oktober der Einladung der IV Steiermark, der TU Graz und des Green Tech Clusters zum Green Tech Innovators Club. mehr →


Nachlese: Cluster-Treffen KWB

Um dieser Frage nachzugehen, fanden sich rund 30 Gäste bei KWB in St. Margarethen/Raab ein. mehr →


Easelink gewinnt Fast Forward Award

Besonders eindrucksvoll präsentiert sich die Innovationskraft der Steiermark alljährlich beim Fast Forward Award. mehr →