Auch KMUs können weltweit führend sein

7. Juli 2010

 

Die Geschäfte im Sektor der erneuerbaren Energien in Österreich, gruppiert in mehreren regionalen Cluster, sind ein Beispiel für die Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wachstum, von denen spanische Firmen lernen oder mit denen sie auch zusammenarbeiten könnten. Auch KMUs könnten den Markt anführen, eine Region beleben sowie ein Land zum Beispiel für nachhaltige Entwicklung werden lassen. Die […]


 

Die Geschäfte im Sektor der erneuerbaren Energien in Österreich, gruppiert in mehreren regionalen Cluster, sind ein Beispiel für die Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wachstum, von denen spanische Firmen lernen oder mit denen sie auch zusammenarbeiten könnten.

Auch KMUs könnten den Markt anführen, eine Region beleben sowie ein Land zum Beispiel für nachhaltige Entwicklung werden lassen. Die Zutaten um diesen Traum wahr werden zu lassen sind tatsächlich einfach: man gründet ein Cluster.

Diese Art industrieller Allianz ist eine Konzentration von Firmen, Institutionen und anderen Teilnehmern, die durch einen gemeinsamen Markt und ein geografisch abgegrenztes Gebiet miteinander in Zusammenhang stehen. Die Synergien, die Vereinbarungen bezüglich Zusammenarbeit, die gegenseitige Unterstützung und Festsetzung von gemeinsamen Zielen, ermöglichen es einer kleinen Gruppe von Firmen sich in einen Anziehungspunkt für die Abwicklung von Geschäften zu verwandeln.
So passiert ist das in der Steiermark und Oberösterreich, zwei kleinen Regionen dieses Alpenlandes, wo sich Firmen des Sektors erneuerbarer Energien und Umwelttechnik, sich als ein Beispiel wirtschaftlicher Entwicklung, auch für spanische Firmen entfaltet haben.

Die Steiermark ist ein kleines Bundesland im Südosten von Österreich, etwas kleiner als die Provinz Zaragoza und einer Bevölkerungszahl von 1,2 Millionen Einwohner. In dieser Region hat sich das Eco World Styria niedergelassen, ein Cluster grüner/umweltfreundlicher Energien, welches sich bereits an der Spitze des europäischen Marktes situiert hat.

Eco World
Eco World umfasst 150 Firmen, welche einen Gewinn von ungefähr 2,7 Milliarden Euro mithilfe umweltfreundlicher Energien erwirtschaften und somit 8 % zum BIP der Region beitragen. Während der letzten Jahre sind diese Unternehmen um 22 % gewachsen. Gegründet wurde dieses Cluster 2005 und seitdem wurden 13.000 „grüne“ Arbeitsplätze geschaffen. Das Cluster wurde durch staatliche Unterstützung, ein Gleichgewicht zwischen Firmen mit Spitzentechnologien, Start-Ups und kleineren nachhaltigen Dienstleistungen initiiert.

In dieser Gemeinschaft befinden sich auch Firmen wie der Hersteller von Biomassekeizkesseln KWB; Komptech ein internationaler Lieferant von Maschinen und Installationen für die Verwertung von Festabfällen und Biomasse oder auch Binder+Co die, die nötige Technologie zum Recycling von Schüttmaterialien liefern und diese auf der ganzen Welt verkaufen.

Im Norden des Landes, im Bundesland Oberösterreich befindet sich ein weiteres Cluster von umweltfreundlichen Energien, OEC Ökoenergie Cluster, welches viel Ruhm in ganz Europa genießt. Diese Region mit einer Größe von Murcia und 1,4 Millionen Einwohner beheimatet das Netzwerk Öekoenergie, welches 150 Firmen umfasst. Die Firmen dieses Cluster erwirtschaften an die 1,7 Milliarden pro Jahr, beschäftigen 6.200 Arbeiter und Angestellte und exportieren mehr als 50 % ihrer Güter und Dienstleistungen.

Die bedeutendsten Geschäftsabwicklungen dieses industriellen Zusammenschlusses finden im Bereich Biomasse und Solartechnologie statt. Die Beispiele sind vielfältig: der Hersteller von Thermosolarplatten Xolar, der bekannte Biomasseheizkesselhersteller Guntamatic, der nach ganz Europa exportiert oder auch Profactor, die die unterschiedlichen Verwendungszwecke von Biogas erforschen.

Öekoenergie zählt mehr als 70 Projekte der Zusammenarbeit von Firmen untereinander und brachte bereits mehrere Produkte und Lösungen einer effizienteren Energienutzung heraus.
Ohne Zweifel ist Österreich nicht das einzige Land, das von einer solchen Zusammenarbeit im Bereich der Innovation und Entwicklung von KMUs profitiert.

Das Europäische Observatorium für Cluster „European Cluster Oberservatory“ gab bekannt, dass 38 % aller europäischen Beschäftigten in Firmen, die Mitglied eines der 2.000 europäischen Cluster sind, arbeiten.

Quelle: Expansión/18.05.2010

 

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