32.000 Milliarden Kilo Müll sollen bald zu „Gold“ werden

31. Oktober 2012

 

Steiermark: Neue Rohstoffstrategie mit „Landfill Mining“


 

In Zeiten teurer Rohstoffe und gigantischer Müllberge ist diese Idee so simpel wie genial:32 Milliarden (!) Kilo Abfall wurden allein in unserem Bundesland in den vergangenen 50 Jahren vergraben. Sie wieder zutage zu fördern und als Ressource zu nutzen, soll den Steirern nun auch zu internationalem Ruhm verhelfen.

„In Zeiten der Einsparungen finden wir Gold!“, ist Umweltlandesrat Johann Seitinger überzeugt vom Konzept, „das aus einem ökologischen Problem eine ökonomische Chance macht“. Im Grunde geht es darum: Wir graben aus, was in den vergangenen 50 Jahren (also schon lange vor der Mülltrennung …) in steirischen Deponien vergraben wurde und nutzen davon, was geht. Das sollte, bei einem errechneten Anteil von bis zu vier Prozent beim Metall in Müll, nicht wenig sein. Und in Folge bare Münze bringen.

Außerdem: 147 Deponien gibt es in er Steiermarkk, davon 81 aktive – ihre Kapazität ist in nur elf Jahren erschöpft. „Neue Deponien auszuweisen, ist unmöglich“, sagt Seitinger und verweist auf Bürgerproteste (Halbenrain…). Also würde nur wieder deponiert, was nicht genutzt werden kann.

Noch ist vieles aber nebulos: Was passiert genau, wenn man eine Deponie „ansticht“, was ist mit Grundwasser, Deponiegasen? Und was kostet das alles, bevor es was bringt…?

„Es gibt ungeklärte Fragen“, räumt Seitinger ein. Stand der Dinge: Es wurde eine Machbarkeitsstudie mit der Montanuni Leoben, dem Umweltcluster ECO World Styria und privaten Unternehmen in Auftrag gegeben, die auf drei Jahre ausgelegt ist; ein Projekt ist in Vorbereitung. Dabei wird auch die EU fördern- denn in dieser Frage schaue auch das Ausland auf unsere Steiermark.

Quelle: Kronen Zeitung, 30.10.2012

 

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